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21 December 2006 17:22 by sacher?: volkswagen universität scheitert http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,454861,00.html 24 July 2006 21:59 by -xxx- http://www.de.indymedia.org/2006/07/153092.shtml „Land der Ideen“ - Kampagne gestört. Pokalverleihung verhindert. Am heutigen Sonntag sollte die Universität der Künste in Berlin (Ud K) zum "Ort der Ideen" gekürt werden. Die Veranstaltung „365 Orte der Ideen“ ist Teil der Kampagne „Deutschland – Land der Ideen“, eine von der Bundesregierung und dem BDI initiierte Imagekampagne, zur Verbesserung des Investitionsklimas und der nationalen Stimmung. Kurz nach Beginn der Veranstaltung, verdeckte eine Gruppe von Menschen die Bühne mit einem großen schwarzen Transparent, hinter dem sowohl der Präsident der Ud K, als auch die Dame aus dem Land der Ideen verschwanden. Im Publikum bewegten sich Menschen mit Megaphonen, die absurde Wortfetzen aus der Kampagne brüllten, die Zuschauer Innen? aufforderten sich jetzt endlich zu freuen oder eben Deutschlandkritische Aussagen zum Besten gaben. Dazu verteilten Aktivist Innen? Flugblätter. Zeitgleich fanden drei Menschen in der Eingangshalle der Ud K Deutschland dermaßen zum Kotzen, dass sie sich in den Farben Schwarz-Rot-Gold erbrachen. Auf mysteriöse Weise verschwand in dem Durcheinander auch noch der Ideen-Pokal, der eigentlich in einem feierlichen Zeremoniell überreicht werden sollte. Hier der Flyer Text, der verteilt wurde ![]() 27 June 2006 22:34 by shady? SOMMERAKADEMIE 12. - 16. Juli 2006, 17.00 - 24.00 Wir laden Sie herzlich zu unserer fünftägigen SOMMERAKADEMIE im Rahmen der Ausstellung SPRUNG INS KALTE WASSER (3. Juni - 30. Juli 2006) ein. Die Sommerakademie ist offen für alle - ohne Anmeldung - und gebührenfrei! Täglich, 12.- 16. Juli: 17.00 - 24.00 Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen der SOMMERAKADEMIE unter: http://www.shedhalle.ch/dt/programm/vorort/sommerakdemie_06/index.shtml 24 March 2006 08:49 by erikdared? An Update by the Sorbonne Occupation Committee in Exile : Communique # 4 : Monday, March 20, 2006 The Sorbonne University with its airs of eternity. Full of suspended history. Marble hallways like a frozen swamp. "When there is no sun, learn to ripen under the ice." Then ten days ago, the ice started melting, one evening in centuries. A fire of tables and final papers: a flame higher than any man, in the middle of the quad, the quad of ceremonies. No more murmurs in the lecture halls, and in the hallways, no more discourses, just jostling together, searching for a structure. It begins. Projectiles, screams, fire extinguishers, chairs, ladders, against the cops. A monster awakens. The authorities are stupid. They run around. They think that by evicting us they have destroyed the blast that emerged here. Fools. Fools as dull and the heavy thud of a computer on the helmet of a riot cop. By sending us in exile they only broadened our field of action. They will get their just desserts for taking from us our Sorbonne, for having dispossessed us. By installing their police here, they offered the Sorbonne to all the dispossessed. At this hour when we are writing this the Sorbonne does not belong to the students anymore, it belongs to all those who, by the word or the cocktail, mean to defend it. Since our exile, we've had some thoughts on the state of the movement. ---> Sorbonne Occupation 08:34 by ml? Michael Lingner : Gewinnwarnung was die Kunstwelt vom Artist Pension Trust zu erwarten hat. Aktualisierte Version des Beitrages aus Texte zur Kunst / März 2006 Heft 61 S. 164-168 . 08 March 2006 16:38 by Elvira Becker? Hallo, ich habe Euch einmal eine Liste von Studioprogrammen, Stipendien, und Künstlervillen zusammengestellt --> Studio Programs 28 February 2006 11:19 by -xxx- wir wohnen jetzt hier ---> Rektorat Bielefeld Besetzt 26 December 2005 21:26 by -xxx- it is important that the academy cares about education and that the student knows this. 09 November 2005 07:50 by stoiber? http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,383329,00.html GERICHTSURTEIL: Bachelor qualifiziert nicht für den Beruf Für den Juristenberuf ist ein Bachelor-Abschluss wenig wert, befanden Hamburger Richter. Ein Jurastudent hatte auf die Entwertung seines akademischen Grades selbst gedrängt - nur so kann er weiter Bafög bekommen. Das Urteil könnte Signalwirkung haben, lässt sich doch die Sichtweise der Hamburger Richter auch auf alle anderen Fächer mit Staatsexamen als Abschluss übertragen. Wo die Bafög-Ämter bei Medizin- und Lehramtstudenten ähnlich wie in Hamburg reagieren, ist ebenfalls eine juristische Klärung fällig. 23 October 2005 18:47 by -j. dröger- Achtung: Keine Satire!!! Zur sogenannten Qualitätssteigerung an deutschen Universitäten... siehe auch: http://www.infernoevents.de/index1.html und http://www.nachtdeswissens.de/grusswort.html:
14 September 2005 14:28 by fran? economist macht sich wieder für privatisierung der hochschulen stark und hält das neoliberale paradigma hoch: staat böse, markt gut ---> Econo Mist 16 August 2005 21:31 by -god-
10 July 2005 11:51 by -xxx- Volkswagen, im Netz der Spinne: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-364506,00.html ![]() zeichnung von josef kramhoeller. angebl stammt das vw zeichen von speers lichtinszenierungen Eine Veranstaltung im Rahmen von "City Selling City Telling" Meine Akademie und Free Floating Faculty präsentieren: "What the FOX´going on" : Volkswagen, AUTO-education, AUTO-economy, and AUTO-culture Eine informelle Präsentation über unsere Unsicherheit im (un)möglichen Umgang mit Volkswagen. Wir werden eine Sammlung von total zufälligem und empirischem Wissen rund um die Volkswagen Universitätsbibliothek in Berlin und das "Project FOX" in Kopenhagen zur Diskussion stellen und über verschiedene Strategien des Konzerns sprechen: Zum einen den Zugriff von Volkswagen auf den liberalisierten Bildungsmarkt in Deutschland und zum anderen die Häufung symbolischen Kapitals mit neuen Marketingstrategien mit dem "Project FOX" in Kopenhagen. Am 20. Mai um 14Uhr in Sparwasser, Torstr 161 , Berlin Mitte und danach in der Volkswagen Universitätsbibliothek, wohin wir eine ungeführte Führung machen werden.
siemens weiter am drücker (logo rein in die erziehung) . nach der akademie (s.u.) rein in die schulen, in die ausbildung der kunsterzieher. dazu gibt es auch anreize: "Um die Vermittlung zeitgenössischer Kunst an Schulen zu fördern und somit einen Beitrag zur musisch-ästhetischen Bildung in Deutschland zu leisten, vergibt das Siemens Arts Program seit 2004 mit dem Projekt "kiss" Stipendien an Lehramtsstudenten der musisch-ästhetischen Fächer. Die Künstler Thomas Demand, Stan Douglas, Asta Gröting, Birgit Hein und Christian Jankowski engagieren sich für neue Vermittlungsformen in der bildenden Kunst. In persönlichen Begegnungen erarbeiten sie mit den Stipendiaten eine Reihe von Unterrichtseinheiten. Zwei fachdidaktische Workshops runden das Stipendium ab.
Die Förderung erfolgt im Sommer 2005 und beträgt 1.500 Euro zzgl. Sach- und Reisekosten. Vorausgesetzt werden ein engagiertes Lehramtsstudium im Fach Kunst, eine kurze Ideenskizze für ein Unterrichtsthema und die Bereitschaft, die erarbeiteten Unterrichtsstunden in dem fachdidaktischen Pflichtpraktikum oder in einem freien Praktikum umzusetzen." https://interhost.siemens.de/artsprogram/projekte/zeitgeschichte/kiss_kunst/index.php
Dubai campus, United Arab Emirates Introducing Middlesex University Dubai http://www.mdx.ac.uk/dubai/ In January, we welcomed new students to our first University campus outside the UK in Dubai, United Arab Emirates. (...) These are exactly the same qualifications as those offered to students in the UK, and students at Dubai can expect to gain not only internationally recognised qualifications of the highest standard, but a unique learning experience that combines academic excellence with full community support. Middlesex University Dubai is located at the Knowledge Village in Dubai which is a part of the Dubai Technology and Media Free Zone. Knowledge Village has been set up for diverse entities that create and disseminate knowledge.... blablabla
From: verschickung1504@mobileacademy-berlin.com Subject: Mobile Akademie im Mai 1.) Samstag, 7. Mai, 20.00 – 24.00 Uhr, Hebbel am Ufer Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht–Wissen Mit 100 Experten aus Berlin. Buchen Sie einen Experten für 1 €! 2.) 17./ 18./19. Mai, Hebbel am Ufer Einzelunterricht mit dem Schauspieler Ulrich Matthes und dem Choreografen Xavier le Roy VOLLSTANDIGES PROGRAMM UNTER: http://www.mobileacademy-berlin.com
Heute und morgen noch am Kiosk, oder im Netz http://www.jungle-world.com/seiten/2005/12/5171.php in der jungle world 12 vom 23.3.05 "Universität als Beute" Auf Shopping Tour mit dem Konzern Volkswagen Ein Text über die Volkswagen Auto Uni in Wolfsburg im Dossier über selbstorganisierte Universitäten.
Freu mich über Kommentare...
Bertelsmann macht was er kann: Anleitung zum Umsturz --> Original hier: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19596/1.html Christiane Schulzki-Haddouti 05.03.2005 Bertelsmann-Stiftung erarbeitet Strategiepapier für politischen Machtwechsel in Weißrussland Die Bertelsmann-Stiftung legte kürzlich ein [http://www.bertelsmann-stiftung.de/medien/pdf/Belarus_Recommendations_FINAL.pdf] Strategiepapier vor, das unter dem Titel "In Richtung einer kohärenten EU-Strategie für Weißrussland" einen Regimewechsel in Lukaschenkos Weißrussland anstrebt. Erarbeitet wurde das Papier auf einem [http://slate.msn.com/id/2113452/] Workshop im litauischen Vilnius Anfang Februar, der in Kooperation mit dem litauischen Außenministerium vorbereitet wurde. An ihm nahmen neben Vertretern der weißrussischen Opposition auch Vertreter der EU-Kommission und des EU-Rates als Beobachter teil. In den deutschen Medien wurde das ehrgeizige Papier bislang übersehen, allein eine in Russland erscheinende deutschsprachige Internetzeitung [extern] mokierte sich über die Ambitionen der Gütersloher. Das Weißrussland-Papier ist übrigens nicht ungewöhnlich - seit 1993 hat die Bertelsmann-Stiftung schon zahlreiche Strategiepapiere zur EU-Außenpolitik vorgelegt ( siehe zu Bertelsmann auch: "Ohne Bertelsmann geht nichts mehr" http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18749/1.html).
W... Wir Wissenlearning emancipatory selfinstitution, socialised research and unlearning Kunsthalle Exnergasse, Währingerstraße 59, 1090 Vienna Opening: Wednesday, March 23th 2005, 7pm Duration: March 24th April 24th 2005 W... Wir Wissen gathers various strategies and positions in collaborative knowledge production and emancipatory self-organization. The notion of knowledge is consciously set as a blurry centre, a fragmented cluster of postfordist economy, education and artistic practices; a pattern of lines, which the project tries to approach through circular movements. Such a movement is simultanously a statement and a stuttering. The exhibition is a focal point of a growing international exchange between self-institutions in the field of art and culture. This process started a year ago and will continue, temporarily represented at workshops and micro-symposia in different places. For the Kunsthalle Exnergasse the figure of theatre will be set up as a model for such a - inherently paradox - representation of informal learning and unlearning: performative research, a rehearsal stage of a production without premiere. Over the course of the exhibition weekly events, lectures and workshops will be scheduled. http://manoafreeuniversity.org/w...wirwissen Details to the exhibition and the rehearsalprogramm: http://www.manoafreeuniversity.org/oh_know!/ coordination at the Manoa Free University in collaboration with APA (Hamburg), Copenhagen Free University, Free Floating Faculty (Copenhagen), Freie Klasse (Berlin), Informelle Universität in Gründung (Berlin), University of Openess (London) Further Guests and Participants from the following Projects: Greenpepper Magazine (Amsterdam), La Loko (Copenhagen), Mana Mana (Budapest), Sefik Seki Tatlic (Sarajewo), Universite Pirate (Paris), Working on Fire (Bangkok), Tv Tv? (Copenhagen), die üblichen Chih Chie (Berlin), Meine Akademie (Berlin) To be confirmed: Members of Freiraum - Kritische Nicht Universität (Vienna), K.u.u.g.e.l. (Innsbruck), Ladyspace (Vienna), Université Tangente (Paris) and others... At the Opening on March 23th from 7pm: Flamingo Club (Vienna)
Studiengebühren
hier ein paar auszuege aus dem econo-mist. dtsch anmerkungen von mir. gruesse! KOE THE ECONOMIST : special report on higher education . feb 26th 2005 Free degrees to fly'''Already a Big Global Business, is higher education poised for take-off? Auszüge: (den ganzen Text gibt es hier) ZWEIGSTELLEN: Universitäten die wie Firmen Filiale an anderen Orten aufbauen. (...) Increasingly, British and Australian universities are opening campuses abroad in places such as China, Malaysia and Dubai, to teach, they hope, more foreign students, more cheaply. The University of Texas is increasing its ties to London's University College, buying a large building on the campus, and swapping students, staff and know-how. Texans like the fun of London; Londoners like lavish Texan budgets. FRANCHISING: Universitäten die Ausbildungslizenzen an andere Institute verkaufen, ihre eigenes Examens aber als Gütesiegel verpflichtend machen. (...) In the past, the same people taught and examined their students. For the most part, if you wanted a Cambridge degree you studied at Cambridge. But from a business point of view, that represents a wasted opportunity. A university can examine far more students than it actually teaches, and with a strong brand it can trade on its reputation for quality by licensing other people to teach its courses. Chicago's Kellogg business school, for example, teaches around half of its students through local partners in places such as Israel and Hong Kong. It controls the curriculum, inspects standards and issues qualifications. But the actual teaching is outsourced and offshored. FEINDE: Wie bei aller neoliberaler Rhetorik stellen die meist demokratisch gewählten Regierungen für die Liberalisierung der (Eziehungs-)Märkte die grösste Gefahr dar. (...) In many countries, the idea that the state should control higher education is barely challenged. In much of continental Europe, even charging tuition fees or allowing universities to compete are seen as dangerously radical notions. After years of agonising, Germany agreed only last month to let its universities charge fees. TOTALITÄT: ... aber keine Angst, der Markt wird sich -wenn er nur wächst- schon durchsetzen. Das Erziehungswesen ist also nicht nur ein Absatzmarkt für Produkte, es wird selbst zum vermarktbaren Produkt das weitere Produkte (Wissen) hervorbringt. Der neoliberale Reproduktions-Zyklus ist komplett. Eine andere Welt ist nicht mehr möglich, selbst wenn sie vorstellbar wäre, ist sie nicht realisierbar, denn die neolibearle Ökonomie kontrolliert alle Lebensbereiche. Das nennt man die 'Macht' des Konsumenten. (...)Education is on the agenda of the next round of international trade talks, but changes are unlikely. As with other forms of protectionism, national governments claim that they are acting in the interests of consumers. Yet the more the market grows, the less tenable that position becomes.
Martin Bennhold Die Bertelsmann Stiftung, das CHE und die Hochschulreform: Politik der ´Reformen´ als Politik der Unterwerfung Kapital schließt sich Ländergrenzen und Kontinente übergreifend auf höchster Ebene zusammen, und dabei wird so getan, als ob dies rein ökonomische oder gar fortschrittliche Prozesse seien. Tatsächlich handelt es sich um höchst politische Prozesse, die jeweils zugleich Schritte in Richtung ökonomisch-politischer Diktate auf wachsender Stufenleiter darstellen. Und jede dieser Stufen verschärft den Widerspruch zwischen demokratischer Einflussnahme und sozialer Kontrolle von unten auf der einen und der tatsächlichen ökonomisch-gesellschaftlichen Macht auf der anderen Seite. Dies ist der Grund dafür, dass sowohl soziale als auch politische Kontroll- und Widerstandspotenziale sowie demokratische Strukturen zunehmend eingeschränkt, abgebaut und ersetzt werden sollen: einerseits durch Mechanismen mit vielfach scheinhaften, reinen Legitimationsfunktionen, andererseits durch verschiedene Arten ökonomisch-politischer Diktate, mit denen etwa Regierungsprogramme bestimmt werden, Kabinette verändert, Minister zum Rücktritt gezwungen, Gesetze präjudiziert oder in aller Öffentlichkeit missachtet etc.. Dabei verfährt man mit solchen Diktaten immer ungeschminkter und selbstverständlicher. Die Diktate folgen oft genug nicht etwa ökonomischer Not, sondern umgekehrt und dann in besonders verschleierter Weise ökonomischen Interessen an weiterer Bereicherung und weiter optimierten Bedingungen für jeweils nächste Konzentrationsbewegungen des Kapitals, die nächste gesellschaftliche Machterweiterung anpeilend. All dies ist heute so fortgeschritten, dass der alte Streit über die Priorität von Ökonomie oder Politik längst obsolet ist: diese Ökonomie ist die Politik des Kapitals – sie ist durchgängig politische Ökonomie. Für das Kapital auf einem solchen Niveau ist der Begriff Reichtum schon lange nicht mehr angemessen, sondern eine verschleiernde Kategorie, die hinter dem Schein rein quantitativer Differenzen zwischen Arm und Reich die hochpolitische Qualität jenes Kapitals verschwinden lässt. hier der ganze text als pdf..... Attach:MBennhold.pdf
Hochschulreform und »Bologna-Prozess« Politische Forderungen des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Bd Wi?) anlässlich des europäischen Bildungsminister Innentreffens? in Berlin (18./19. September 2003) Auszug: .... Der Bologna-Prozess bleibt vielmehr selbstwidersprüchlich, solange sich Studienreform an einem primär ökonomischen Verständnis des gesellschaftlichen Nutzwertes von Bildung orientiert und folglich ent-politisiert wird. In dem Maße nämlich, wie Vergleichbarkeit sich indirekt über den Markt und damit über ein Geldäquivalent von Bildung und Wissen realisiert, wird auch ein Prozess der Nivellierung und Standardisierung gefördert, welcher akademische Vielfalt und damit zugleich den gesellschaftlichen Gebrauchswert von Wissenschaft einschränkt. (Hahn 2003: 63f; Bultmann/Schöller 2003: 352; systematisch: Demirovic 2002) Dieser Konflikt ist politisch noch nicht eindeutig entscheiden. Er wird dadurch noch komplizierter, dass parallel zu Bologna auf internationaler Ebene die WTO-GATS Verhandlungen? stattfinden, in denen einflussreiche Staaten auf eine weitere Liberalisierung des Handels auch mit sog. Bildungsdienstleistungen drängen. Die Konsequenz wäre eine weitere Marktöffnung bisher öffentlich verfasster Bildung. Der Bologna-Prozess kann daher nur dadurch glaubhafter werden, dass politische Regelungskompetenz im Hinblick auf das Bildungssystem nicht ab- sondern eher noch ausgebaut wird. Minimalvoraussetzung dafür ist, dass die EU ebenso wie die europäischen Einzelstaaten sich politisch stärker eindeutig positionieren, Bildungsdienstleistungen aus der laufenden GATS Verhandlungsrunde? auszuklammern (Moratorium). (Keller 2003: 57f) Studienreform kann auch im Bologna-Prozess nur gelingen als ein genuin politischer Prozess in ergebnisoffenen gesellschaftlicher Aushandlungsstrukturen. Sein Maßstab ist der langfristige gesellschaftliche Qualifikationsbedarf. Dem steht vorerst entgegen, dass nahezu die gesamte »offizielle« Bologna-Debatte von verkürzten ökonomischen Überlegungen geprägt ist, in denen die Praxisrelevanz von Bildung auf unmittelbar »arbeitsmarktbezogene Qualifikationen« reduziert wird. (Keller 2003: 50). Das neoliberale Employability-Konzept – unter diesem expliziten Etikett wirkte bereits seit Ende der 80er Jahre eine europäische Industriellenlobby einflussreich auf EU-Bildungspolitik (Hirtt 2002) – verbindet darüber hinaus diese funktionalistische Verkürzung von Bildung mit einer Individualisierung des Arbeitsmarktrisikos. Dem liegen etwa Vorstellungen zugrunde, dass im staatlichen Bildungssektor zeitlich gestrafft nur noch »Grundkenntnisse« zum lebenslangen »eigenverantwortlichen« und marktgerechten Weiterlernen vermittelt werden. hier der ganze text als pdf.... Attach:BdWi.pdf
Von seiten der Kunsthochschulen gibt es erstaunlich wenig Widerstand: die Hochschule für bildende Künste Braunschweig (immerhin die größte, wenn auch nicht die großartigste in Deutschland) ist sofort ''auf den Zug aufgesprungen'' nach dem Motto 'wer zuerst kommt, mahlt zuerst' – tatsächlich gibt es von seiten der Ministerien 'Anreize' für diejenigen Hochschulen, die eine Vorreiterrolle übernehmen... Anders ist es bei der Merzakademie in Stuttgart, denn es handelt sich um eine privat finanzierte und geführte Hochschule; für die ist es wichtig, einen Batchelor und Masterstudiengang anbieten zu können, weil sie sehr viele Studenten aus Amerika und England haben bzw. mit dortigen Hochschulen kooperieren. In Dresden bemüht man sich sehr, dem Bologna-Prozeß zu entkommen – wie es aussieht: wahrscheinlich mit Erfolg; es handelt sich jedoch nicht um "Widerstand" im Sinne von lautstarkem Protest, <u>vielmehr versucht man die Ministerien davon zu überzeugen, daß der Bologna-Prozeß in Bezug auf die Künstlerausbildung einfach keinen Sinn macht</u>. Widerstand ist am ehesten dort zu erwarten, wo es an die Finanzen geht: um einen Batchelor und Master Studiengang einzurichten, bedarf es einer Akreditierung, die mit erheblichen Kosten verbunden ist; clevere Geschäftsleute machen derzeit daraus ein Riesengeschäft. Die Frage aber ist, wer die Kosten angesichts klammer Kassen tatsächlich übernimmt; ich bin nicht sicher, ob das in allen Ländern gleich behandelt wird, doch eine Tendenz geht dahin, diese Kosten auf die Hochschulen selbst abzuwälzen – der Bertelsmann-Konzern jedenfalls übernimmt sie nicht. Es ist ein fulltimejob, wenn man versuchen wollte, den Überblick über die diversen Zusammenhänge zu behalten – und eben dies machen sich die 'Autoritäten' zunutze. Immerhin hört man, daß eine Reihe von Ländern (z.B. Frankreich) , die
dem Bologna-Prozeß anfänglich sehr aufgeschlossen gegenüberstanden,
inzwischen ganz davon abgekommen sind, die dort propagierten
Vorstellungen umzusetzen...
HAMBURG - Hochschule für bildende Künste (Hfb K) im Reformtaumel! Unternehmensberater evaluierten die Hochschule (1992): Unter anderem schreiben sie dass die Hamburger Hochschule einmal bekannt, gut und begehrt war - das wäre jetzt aber nicht mehr der Fall. Grund dafür sei die Tatsache dass die Hfb K früher bekannte Professoren hatte, diese hätten dann aber die Hochschule verlassen weil ZU VIEL THEORIE eingeführt worden wäre!! Resultat: die Unternehmensberatung fordert Einstellung berühmter Künstler um der Hfb K wieder ein besseres Image zu geben. (toll! Für diese 3-Gehirnzellenanalyse werden tonnenweise Steuergelder verjuxt!) Ausserdem gab es im Zuge der Reformen bereits folgende Veränderungen: VERMEHRTE REPRÄSENTATION DES HAUSES NACH AUSSEN:
ÜBERWACHUNG:
DIE UMSTELLUNG AUF BACHELOR/ MASTER - WIRD MIT NACHDRUCK BETRIEBEN.
VERÄNDERUNG DER VERWALTUNGSSTRUKTUR
Unangenehme Details: Aus der Gerüchte-küche hört man dass die Planung des "Servicebüro" eine mit dem Präsidenten befreundete Firma (hrm-consult) durchführt, dafür hat sie bisher angeblich schon ca. 73.000 € kassiert. Es geht darum die Hochschulverwaltung ähnlich wie ein Bezirksamt zu organisieren, wo man eine Nummer zieht und von jedem bedient werden kann - die Arbeitsaufgaben für das Servicebüro sind nicht konkret definiert - dafür spricht man aber von mehr Kundenorientiertheit! Alternativ wird daran gedacht die bisherige (spezialisierte) Arbeit zu zentralisieren und die Verwaltung der Hfb K mit der Musikhochschule und der neu gegründeten Bauhochschule zusammenzulegen. Diese Verwaltungszentrale soll wohl dann eine Gmb H? werden... Zur Vorbereitung dieser Strukturmassnahmen mussten die Angestellten in kürzester Zeit detaillierte Arbeitsplatzanalysen schreiben, sodass jeder Mitarbeiter sofort zu ersetzt werden kann. Als der Personalrat eine Sitzung mit einem Rechtsreferenten von der Behörde veranstalten wollte hat der Präsident diese Sitzung untersagt, da er einem Referenten zustimmen muss. Existenzängste sind auf der Tagesordnung, da auch eine Übernahme in die zentrale Verwaltung nicht garantiert werden kann.
Insgesamter Eindruck, auch an anderen Akademien: mehr Repräsentation nach aussen (Image-Politik) dagegen nach innen Verschärfung durch Überwachung, Stellenabbau und andere Sparmaßnahmen. Entscheidungsprozesse zunehmend opaker: das betrifft Gesetzgebung und wer dabei mitredet (Bertelsmann etc), das betrifft auch Entscheidungen innerhalb der Hochschule weil zunehmend Interessensgruppen hineinreichen und Entscheidungen eher beim "Lunch" oder "Dinner" getroffen werden als durch Einsatz von hochschul-demokratischen Gremien die der Hochschulöffentlichkeit gegenüber rechenschaftspflichtig und transparent sein müssten. Gerade Transparenz wird von den Mitarbeitern gefordert; aber die Leitung zeigt sie nicht.
Der Bologna Prozess wurde dann erst wirklich politisch spruchreif wurde, als – nicht die Kultursminister, sondern – die Finanzminister Wind davon bekommen haben. Der Grund: die Chance zur Einführung von Studiengebühren durch die Hintertür: die Aufteilung in einen Batchelor- und einen Master-Studiengang beinhaltet die Option, den Batchelor als berufsqualifizierenden Abschluß auszugeben (was er in Amerika und England definitiv nicht ist), um dann für den Masterstudiengang massiv Gebühren einzufordern, da es sich dabei um ein 'Privatvergnügen' handelt. Das ist ein Punkt, der in allen bisherigen Diskussionen um den Bologna-Prozeß bislang verschwiegen wird. Allerdings zeigen die neueren Entwicklungen auch, daß man sich nicht scheut, bereits für den Batchelor-studiengang Gebühren einzufordern – aber das ist nur der Anfang.
Der Bertelsmann-Konzern versucht, seine marktwirtschaftlichen Ziele auch auf die Hochschulen zu übertragen. Mit Hilfe des von der Bertelsmann-Stiftung gegründeten Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) mischt sich der Konzern in die Belange der Hochschulen ein. Das CHE wurde 1994 durch die Bertelsmann-Stiftung gegründet, um die Hochschulreform zu steuern. Das CHE ist eine private Institution, welche aber in öffentliche Entscheidungsgremien eingebunden ist. Somit werden demokratische Kontrollen durch private Interessen beeinflußt. CHE ist eine private Gm BH? und nur im steuerrechtlichen Sinne gemeinnützig, auch wenn es durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK, Repräsentanten hoheitlicher Bildungseinrichtungen) mitbegründet wurde. Das CHE ist eng mit der HRK bis heute verknüpft. Der Leiter des CHE, Prof. Detlef Müller-Böling, wurde von dem damaligen Wissenschaftsminister Jürgen Rüttgers an den Runden Tisch zur Erarbeitung des Hochschulrahmengesetzes (HRG) im Wissenschaftsministerium berufen. Das CHE ist Impulsgeber im "Initiativkreis Bildung", welcher Vorschläge zur "Erneuerung des Bildungswesens" entwickeln soll. Der Leiter vom CHE ist auch Mitglied der Hochschulstrukturkommission in Baden-Würtemberg, weiterhin Berater des Bundes Norddeutscher Hochschulen. Das CHE leitet bei der Landesregierung Niedersachsen den Wissenschaftlichen Beirat (worin Modellvorhaben zur Erprobung der globalen Steuerung der Hochschulhaushalte entwickelt werden), welcher als Geschäftsstelle die Räume des CHE im Konzern benutzt. Das CHE steht in vertraglicher Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Thüringen. Der Beirat des CHE, von der Stiftung zugeordnet, besteht z.B. aus Mark Wössner (Vorstandsvorsitzender der Stiftung), Tyll Necker (Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie), Wissenschaftsminister der Länder Sachsen und Rheinland-Pfalz, Klaus Landfried (Präsident der HRK), Hans-Uwe Erichsen (ehemaliger Präsident der HRK, aber jetzt Präsident der Vereinigung der Rektorenkonferenzen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union). Das CHE ist einzig und allein der Bertelsmann-Stiftung rechenschaftspflichtig, doch es mischt sich aufgrund der Ziele des Bertelsmann-Konzerns in die Belange staatlicher Entscheidungsgebiete ein. Das bewirkt eine Verflechtung von staatlichen Instanzen mit denen der Wirschaft. Öffentliche Kontrolle wird dadurch umgangen, Zuständigkeitsbereiche, die öffentlicher Kontrolle zu unterliegen haben, werden von privaten Einrichtungen Schritt für Schritt besetzt, so daß öffentliche Organe ausgehöhlt werden oder zu bloßen Instanzen der Legitimation entwertet werden. Das CHE tritt ein für:
Mehr INFO:
ich sags ja - der spiegel als content provider: uni-spiegel wiederholt den artikel der schon einmal anfang dezember gebracht wurde und den hier jemand gepostet hatte. siehe abmahnung weiter unten - man sollte auf sonen quatsch ja nicht verweisen - kann es mir aber nicht verkneifen... hier isses: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,329561,00.html
webmaster: zur abmahnung der rechtsabteilung von "der spiegel": es hat hier jemand 2 pdf files hochgeladen und zur allgemeinen verfügung gestellt. das war ein artikel der kürzlich kostenlos vom unispiegel im internet angeboten wurde, eigentlich ein konservativer quatsch nach dem motto "es darf an den kunstakademien wieder gemalt werden, juchee!". vermutlich sollte die verbreitung dieses artikels auf diesem wiki zu einer diskussion anregen, zb zu themen wie "neue konservative strömungen in den medien wie in den akademien"... dieser wiki funktioniert meines erachtens wie ein semi-öffentlicher raum, ein tisch in der mensa, ein wartezimmer beim arzt, eine bank im park. wenn sich hier leute treffen die über einen "spiegel" artikel diskutieren wollen und diesen "spiegel" dann auch bei sich tragen und vor sich hinlegen ist das alles ok und gut so. trotz der miserablen journalistischen qualität des artikels sollte es im sinne des spiegels sein wenn seine artikel auf diese weise aufmerksamkeit und verbreitung finden. hier sind ja auch keine eigenen finanziellen interessen im spiel, dh durch das hochladen des artikels entstehen weder dem spiegel finanzielle einbussen noch irgendwelche finanziellen vorteile für die betreiber dieser webseiten. aber prekärer ist die hier deulich werdende einflussnahme auf den bereich von lehre und forschung, dh in diesem falle schafft die akademie den grund dass der spiegel drüber schreiben kann, diese information darf aber dann ohne die zustimmung vom spiegel nicht weiter ausgetauscht werden. anders als das ohnehin fragwürdige copyright problem lokalisiert sich der spiegenl durch den uni-spiegel ohnehin im bereich lehre und forschung, steht dann aber nicht zum austausch bereit obwohl dieser ganze bereich nur durch austausch entstehenn kann. die verhinderung der freien verfügbarkeit von information ist in hinblick auf die herbeigeredete "wissensgesellschaft" contraproduktiv bzw zielt darauf ab dass die sogenannte wissensgesellschaft in den händen der corporaten strukturen endet. dort wo aber wissen tatsächlich entsteht, an den orten des freien austausches von informationen, wird gelauscht, abgegriffen und für corporate zwecke instrumentalisiert, im ende monopolisiert.
AKADEMIE VOR ORT Thesen: Anschlag (2004/2005) Studierende des Studienbereichs Theorie der Gestaltung und Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich Ausgehend von einer Lehrveranstaltung zum Thema „Möglichkeitssinn“ befragen fünf Gruppen in einzelnen Projekten das Potential von Aktionismus und karnevalesken Strategien im Grenzbereich zwischen Kunst, Politik und Jugendkultur. Sie untersuchen Phänomene, anhand derer sich zeigt, wie im öffentlichen Raum agiert werden kann, welchen Möglichkeiten des Agierens sich öffnet, welchen er sich verschliesst. Die Thesen der einzelnen Gruppen – Behauptungen, Positionen, Prinzipien – werden von kritischen oder polemischen Kommentaren überlagert und unterlegt.
Was macht die Kunst? Junge Genies erobern die Galerien!!unispiegel feiert Einfalls-Pinsel, mit Ackermann, Lüpertz, Held: pdf zum runterladen Attach:sp1.pdf W...Wir Wissen lädt lokale und internationale Künstlerinnen und Selbstinstitutionen ein, gemeinsam den Begriff der kollaborativen Wissensproduktion im Kunstfeld zu untersuchen.
http://www.manoafreeuniversity.org/oh_know! Download PDF!! siemens, richtig, die nette firma von nebenan, initiiert (!) eine Reihe von Ausstellungen und Projekten, u.a. im HH Kunstverein, Goldsmith, etc...
...written by noAKADEMIEno! (Sun, 05 Dec 2004, 01:11PM) ![]() ![]() ![]() |