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Gustav Landauer und die Rterepublik

 Torsten Liesegang

Die Novemberrevolution 1918 ging in Mnchen dem Reich voraus. Die Monarchie der Wittelsbacher war in einer revolutionren Aktion unter Fhrung des linken Intellektuellen Kurt Eisner abgesetzt worden, Arbeiter-, Bauern-und Soldatenrte wurden gegrndet. Die linken Krfte waren gespalten. Anhnger der Rteorganisation konkurrierten mit den Vertretern des brgerlich-parlamentarischen Systems. Ministerprsident Eisner, Mitglied der USPD, vertrat ein doppeltes Konzept: Rte und Parlament sollten nebeneinander existieren. Eisner glaubte, dass die wirtschaftlichen, politischen und geistigen Vorraussetzungen einer Rterepublik erst geschaffen werden mussten. Sein Konzept musste auf den Widerstand beider politischer Lager stoen. Als er in der Landtagswahl im Januar 1919 mit der USPD eine verheerende Niederlage erlitt, entschloss er sich zum Rcktritt. Am 21. Februar, auf dem Weg zum Landtag mit dem Rcktrittsgesuch in der Tasche, wurde er von einem adeligen Attentter niedergeschossen. Sein Tod lste eine Radikalisierung der Mnchener Arbeiterschaft ber die Parteigrenzen hinweg aus, eine militrische Unterdrckung durch republiktreue Truppen wie im Januar 1919 in Berlin war in Mnchen nicht mglich. Den brgerlichen Krften gelang es nicht mehr, die politische Kontrolle zu erlangen. Der Mglichkeit zur Ausrufung der Rterepublik war gegeben.

Die brgerlichen Parteien und Teile der SPD hofften, mit einer baldigen Niederlage der Rterepublik die weitere revolutionre Umgestaltung der Verhltnisse zu beenden. Sie versuchten, mit den Worten Erich Mhsams, der Revolution "eine Frhgeburt abzutreiben und durch sie ihren Tod herbeizufhren."

Die Novemberrevolution berraschte Landauer; sie widersprach seinen Voraussagen und politischen Vorstellungen, wie er sie im Sozialistischen Bund zu realisieren versucht hatte. "Es ist eben die vollkommene Sozialisierung nicht blo der Wirtschaft, sondern des ganzen gesellschaftlichen Lebens nicht anders durchfhrbar als revolutionsmig, pltzlich abrupt, unter dem Bruch mit der Vergangenheit. [...] Der elementare Zusammenbruch ist bereits da, [...] Und dieser Zusammenbruch in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Beziehung, hat es bereits unmglich gemacht, da eine organische Fortentwicklung aus dem bisherigen, eine Evolution, die Wahrung der Kontinuitt mglich ist." So revidierte er ein halbes Jahr spter seine bisherige Vorstellung der Entfaltung des Sozialismus durch die geistige Emanzipation, die der Umgestaltung der neuen Gesellschaft vorausgehen msse.

Mitte November reiste Landauer auf Ruf Eisners nach Mnchen, damit er als Redner an der "Umbildung der Seelen" mitarbeite. Die gegenseitige Sympathie der beiden Intellektuellen beruhte auf der gemeinsamen Vorstellung eines geistigen Sozialismus. Trotzdem warf Landauer Eisner Reformismus und Passivitt gegenber der Reichsregierung vor: "Es rcht sich, da er solange Sozialdemokrat gewesen ist". Nach dessen Tod revidierte Landauer sein Urteil, nachdem er selber den Zwang der Realpolitik erfahren hatte.

Das Wiedererstarken des bayerischen Separatismus am Kriegsende lie Landauer hoffen, seiner Vorstellung des Bundes der Republiken inklusive sterreich nherzukommen. In der Bildung dieser Fderation sollte Bayern Vorreiter werden. In Mnchen waren neben Landauer und Eisner noch viele Literaten politisch aktiv: Die Beteiligung linker Intellektueller wie Erich Mhsam, Ernst Toller, Oskar Maria Graf, Ret Marut und anderen an der Grndung eines revolutionren Staates bleibt einzigartig in der deutschen Geschichte.

In Mnchen stand es um Landauers Sache schlecht: Es existierte keine anarchistische Organisation, die in den Kriegsjahren eine aktionsfhige Struktur htte aufbauen knnen. Auf Betreiben Erich Mhsams wurde er in den kurz vorher gegrndeten Revolutionren Arbeiterrat (RAR), Teil der Mnchener Arbeiter- Bauern- und Soldatenrte, kooptiert, der aus ca. 50 Personen bestand und den radikalen Teil der Arbeiterrte reprsentierte. Jedoch nur wenige seiner Mitglieder bezeichneten sich als Anarchisten, Landauer konnte sich also auf keine homogene politische Gruppe berufen, sein Handeln war stark individuell geprgt. "Als Redner war Landauer auerordentlich. Er sprach feurig und gedankenvoll zugleich. [...] Die meisten Mitglieder des Kongresses der Arbeiter-, Bauern-, und Soldatenrte [...] nahmen ihn nicht ganz ernst, ihr hausbackener Verstand kam mit dem Schwung, der seinem Wesen eignete, nicht mit. Auf die Mnchener Arbeiterschaft bte er aber einen starken Einflu aus. [..] Als er den Eindruck gewonnen hatte, da die Rterepublik im Anmarsch gewesen sei, machte er sich zum Wortfhrer der Entwicklung."

Landauer widmete sich ganz der Agitation; gegen die Einberufung einer Nationalversammlung und bevorstehende Neuwahl des Landtags propagierte er die direkte Wahl der Rte. Er war Mitinitiator einer Massendemonstrationen am 16. Februar auf der Theresienwiese fr eine baldige Ausrufung der Rterepublik, der sich 15.000 Menschen anschlossen. Unbeachtet der unberwindbaren politischen Gegenstze der Parteien glaubte er an die Einigkeit des Proletariats, dem Zusammenschluss unter dem Geiste der Revolution.

Von der Ermordung Eisners erfuhr Landauer, als er sich in Krumbach bei seiner Familie aufhielt, die er spter nach Mnchen holen wollte. Eisners Begrbnis wurde zu einer Demonstration der Anhnger der Revolution: 100.000 Menschen folgten dem Trauerzug, Landauer hielt auf dem Ostfriedhof die Grabrede.

Nach dem Tode Eisners trat der Landtag vorerst nicht zusammen; die geplante Koalition von Brgerlichen und Sozialdemokraten war auseinadergebrochen. Die Macht lag faktisch bei dem Kongress der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrte, der jetzt fr zwei Wochen in Permanenz tagte. In dieser Situation schlug die Nachricht von der Ausrufung der Rterepublik in Ungarn am 21. Mrz wie ein Bombe ein, und bestrkte die Rteanhnger, als Teil einer internationalen Bewegung auch in Bayern die Rterepublik auszurufen.

In den frhen Morgenstunden des 5. April wurde im Wittelsbacher Palais von den Vertretern der SPD, USPD, dem Bauernbund und den Arbeiterrten die Ausrufung beschlossen. Kommunistische Delegierte waren nicht anwesend; von ihrer Zustimmung ging die Versammlung aus. Aber die KPD lehnte die Mitarbeit ab. Den Zeitpunkt der Ausrufung hielt sie fr verfrht, die Vorbereitungen fr unzulnglich. Auerdem weigerte sie sich zur Zusammenarbeit mit der SPD, deren Beteiligung sie als ein taktisches Manver bezeichnete. Die KPD behielt Recht: Die sozialdemokratischen Fhrer verlieen Mnchen nach der Ausrufung, um von Bamberg aus die militrische Niederschlagung der Rterepublik einzuleiten.

Die ersten Apriltage galten der fieberhaften Vorbereitung fr die Ausrufung am 7. April. Bei der Besetzung des neuen Zentralrates unter Ernst Toller wurde Landauer fr das Amt des Volksbeauftragten fr Volksaufklrung gewhlt, das zu schaffen er bereits im Februar vor dem Arbeiterrat beantragt hatte. Kultur-, Schul- und Pressewesen fielen in sein Ressort. Einer Schulreform galt sein Interesse bereits vor dem Weltkrieg, in diesem Bereich konnte er auf frhere Vorbereitungen zurckgreifen.

An die Mitarbeiter seines Ministeriums schrieb Landauer: "Es geht jetzt um die vllige Umgestaltung aller dem Geist dienenden Einrichtungen des Gemeinwesens. [...] Durch eine vllige Dezentralisation wird in Zukunft dafr gesorgt werden mssen, da die Staatsgehilfen, die berufen sind, das Ganze im Auge zu haben, sich nicht in Einzelheiten des Bezirkes, der Stadt und des Dorfes verlieren. Kommt so vielleicht manchmal die Einheitlichkeit des Geschftsgebarens zu kurz, so gewinnen wir andererseits dadurch, da die Entscheidungen von jenen gefllt werden, die die tatschlichen Verhltnisse kenne, und Buntheit ist kein Fehler fr den, dem nicht juristisches und legislatives Denken das Hchste ist. [...] Unter Rterepublik ist nichts anderes zu verstehen, als da das, was im Geiste lebt, und nach Verwirklichung drngt, nach irgendwelcher Mglichkeit durchgefhrt wird."

Einem eigenen Eingreifen in die kulturellen Institutionen widersprach sein Ansatz der "Dezentralisation aller geistigen Sttten". Dementsprechend vermied er es, direkt in die Umgestaltung der reaktionren Universitt einzugreifen, dem neugegrndeten Revolutionren Hochschulrat (RHR) gab er umfassende Vollmachten. In der Universitt stie der RHR auf heftigen Widerstand seitens der Professoren und der Studenten, auf der ersten Versammlung wurden die Rteanhnger ausgebuht. Nachdem es in Verhandlungen mit reaktionren Studentenvertretern und dem Senat zu keiner Einigung kam, ordnete Landauer die vorzeitige Schlieung der Universitt und alleinige Umgestaltung durch den RHR an.

Die politischen Ereignisse fanden in der Mnchener Kunstszene ihren Widerhall: Bereits im Februar hatten sich linke Knstler und Schriftsteller zu einem Aktionsrat Revolutionrer Knstler (ARK) zusammengeschlossen, um den gesellschaftlichen Anspruch ihrer Kunst zu artikulieren. In Ablehnung des marxistischen Determinismus waren viele der Knstler schon frher von Gedanken Landauers beeinflusst. Landauer whlte den ARK als Organisation, um seine Kulturvorstellungen umzusetzen, obwohl er den neuen Kunststrmungen mit Ausnahme des Expressionismus skeptisch gegenberstand. Am 9. April wurden die Professoren der Akademie der bildenden Knste entlassen, die Knstler sollten die Kontrolle ber den Kunstbetrieb erlangen. Noch am selben Tag traf sich Landauer mit Schauspielern, um ber die Selbstverwaltung der Mnchener Theater zu beraten. Das Prinzregenten- soll in ein Volkstheater umgewandelt werden.

Die Pressepolitik fhrte anfnglich, autorisiert durch Landauer, der Literat Ret Marut, bekannt unter dem Pseudonym B. Traven, und der ARK durch. Immer schon hatte Landauer die brgerliche Presse angegriffen, deren antisozialistische und antisemitische Hetze nahtlos an der des Krieges anfgte. Pressefreiheit, so Landauer, drfe nicht mit der Freiheit zur Hetze und Denunziation verwechselt werden. Die brgerlichen Zeitungen wurden unter Zensur gestellt, um Artikel gegen die Rterepublik zu unterbinden. Die Mnchener Zeitung weist in der Bekanntmachung der Zensur darauf hin, dass sich der Zensor ausdrcklich nicht in theologische Belange einmischen werde. Nachdem die Redaktion der konservativen Mnchener Neusten Nachrichten aus Protest gegen die Bestimmungen zurcktrat, wurde das Blatt zum Organ des Zentralrates ernannt; die Verfgung unterzeichnete Landauer. Expressionistische Holzschnitte, Proklamationen und Bekanntmachungen wurden neben dem weiterexistierenden Anzeigenteil der Geschftsleute abgedruckt wie Berichte ber Russland und die neue Rterepublik in Ungarn, Artikel zur Neuen Kunst und Kultur. Entstanden in den Stunden des Umbruchs waren dies mehr Anfnge, denn das erwnschte Ziel einer neuen Presse. Die Pressearbeit war zusammen mit der Beschlagnahmung leerstehender Wohnungen die bedeutendste Leistung des neuen Zentralrates, der sonst im Sinne einer revolutionren Umgestaltung weithin unttig war.

Als Kultusminister, Mitglied des RAR und des Zentralrates war Landauer vllig berarbeitet. Seinem anfnglichen Enthusiasmus folgte die baldige Ernchterung; Landauers Vorgehen musste unter den politischen Umstnden scheitern. Der Widerstand des Brgertums, politische Grabenkmpfe und die elementare Not lieen keinen groen Handlungsspielraum. Trotz seiner gewaltfreien Einstellung sah Landauer durchaus die Notwendigkeit, die Revolution notfalls militrisch zu verteidigen: "Gewalt im Falle der Not" schrieb er bereits 1912. Diese war zum Schutz der Revolution gegeben: im Februar beantragte er die Geiselnahme einiger Brger zum Schutz gegen die Konterrevolution; als am 7. April im Wittelsbacher Palais das Gercht ber einen bevorstehenden berfall verbreitet wurde, waren es Mhsam und Landauer, die Waffen beschafften und eine Verteidigung zu organisieren begannen.

Am 13. April versuchten konterrevolutionre Soldaten mit einem Putsch die Rteregierung zu entmachten. Dies scheiterte am Widerstand bewaffneter Arbeiter. Die Kommunisten nutzten den Augenblick und erklrten den alten Zentralrat, der nicht mehr fhig war, der neuen Situation zu begegnen, fr abgesetzt. Eine Versammlung der Betriebs- und Arbeiterrte whlte einen Aktionsausschuss, gefhrt von dem Kommunisten Levin.

Landauer erkannte die Notwendigkeit einer strafferen Organisation, insbesondere der Roten Armee, die nur die Kommunisten zu leisten vermochten; noch am 13. April bot er der neuen Regierung seine Mitarbeit an. ber das Scheitern der Rterepublik machte er sich keine Illusion: Landauer untersttzte die Initiative von Toller und Niekisch, der Regierung Hoffmann die Kapitulationserklrung gegen eine Garantie der Straffreiheit der Rteanhnger anzubieten. Mhsam und Levin lehnten diesen Plan strikt ab, die KPD bereitete die Rote Armee auf die hoffnungslose Verteidigung Mnchens vor.

Trotz der Unsicherheit der politischen Lage erarbeitete Landauer mit Fidelis, ein Pseudonym fr einen Kommunisten, in den folgenden Tagen ein fr die sofortige Umsetzung vorgesehenes Kulturprogramm. Das dreiteilige Programm forderte sofortige Trennung von Staat und Kirche unter der Wahrung des kirchlichen Besitzes. Eine neue Architektur sollte den Beginn einer neuen Zeit demonstrieren. Ankufe von Kunstwerken, Neugrndung von Museen, Ausstellungsorganisation sollten vom Staat bernommen, das Nationaltheater unter die Leitung einer Akademie gestellt werden.

Das Programm sah auerdem die Einfhrung einer Einheitsschule bis zum 13. Lebensjahr vor. Schulbnke sollten abgeschafft, die Fcher fakultativ ausgewhlt werden. An die Einheitsschule schliet sich die Mittelschule oder eine zweijhrige Lebensgemeinschaft der Schler mit Lehrern an. An der Universitt war die Abschaffung der juristischen und theologischen Fakultt geplant. Neben der Neuordnung der naturwissenschaftlich/medizinischen Fcher sollte die philosophische die hchste Fakultt werden.

Levin lehnte das vorgelegte Programm ab, es erschien ihm nicht revolutionr genug. Enttuscht von der Politik der Kommunisten kndigte Landauer am 16. April in einem nichtffentlichen Brief an den Aktionsausschuss seinen Ausstieg aus der Politik an: "Ich habe mich um der Sache der Befreiung und des schnen Menschenlebens willen der Rterepublik weiter zur Verfgung gestellt. [...] Inzwischen habe ich Sie am Werke gesehen, habe Ihre Aufklrung, Ihre Art, den Kampf zu fhren, kennengelernt. Ich verstehe unter dem Kampf, der Zustnde schaffen will, die jedem Menschen gestatten, an den Gtern der Erde und der Kultur teilzunehmen, etwas anderes als sie."

Der Nachzug seiner Familie wurde durch die militrische Umzingelung Mnchens verhindert. Zurckgezogen auf die Villa Eisner in Grohadern bei Mnchen, widmete er sich literarischen Studien. Als bereits die Reichsexekution Bayerns von der Regierung Hoffmann eingeleitet war, bot Landauer eine letztes Mal seine Mitarbeit Toller an, der als Kommandant der Roten Armee kurzzeitig Dachau erobert hatte. Am Tag der Einnahme Mnchens wurde Landauer verhaftet, nachdem er ein Fluchtangebot abgelehnt hatte. Als erster Fhrer der Rterepublik wurde er, der sich schon vom politischen Leben verabschiedet hatte, von einer aufgehetzten Soldatenmenge erschossen.

"Die Soldaten begannen wieder zu toben und zu schreien und riefen: "Gibs ihm fest, besorgs ihm, Alois!" Der Wachtmeister ri eine Pistole aus dem Gurt und gab zwei Schsse auf den Stehenden ab. [...] Einer traf Landauer in den Kopf. Er sagte nichts und fiel um. Aber er atmete immer noch. [...] Der Wachtmeister rief: "Geht zurck dann lassen wir ihm noch eine durch." Er scho ber Landauer stehend, ihm in den Rcken, dass es ihm das Herz herausri und er vom Boden wegschnellte. Da Landauer immer noch zuckte, trat ihn der Wachtmeister mit Fen zu Tode. Dann wurde ihm alles heruntergerissen und die Leiche ins Waschhaus geworfen. Als sie zu verwesen begann, schaffte man sie fort." Seine Mrder wurden nie bestraft; lediglich ein Soldat, der sich seiner Wertsachen bemchtigen wollte, wurde zu fnf Wochen Gefngnis verurteilt.

Seinem Tod ging Landauer nicht aus dem Weg: "Wir sterben bald, wir sterben alle, wir leben gar nicht; nichts lebt, als was wir aus uns machen, was wir mit uns beginnen; die Schpfung lebt; das Geschpf nicht, nur der Schpfer. Nichts lebt als die Tat ehrlicher Hnde und das Walten wahrhaften Geistes." schrieb er im Januar 1919 in dem Vorwort zur Neuauflage des "Aufruf zum Sozialismus". Wie vor ihm Kurt Eisner scheiterte Landauer mit seinem Ideal des geistigen Sozialismus an der gesellschaftlichen Realitt. War er sich auch dessen bewusst, so hoffte Landauer, mit der Rterepublik ein Vorbild fr die nachfolgenden Generationen zu schaffen.

Original (alte Rechtschreibung) Abgedruckt in: Gustav Landauer und die Mnchener Rterepublik. In: Von der Kaiserstrae bis nach Stadelheim. Katalog zur Ausstellung. Bearbeitet von Drte Anders u.a. Karlsruhe 1994

Originaltext: http://mitglied.lycos.de/absurdist/iuw/GustavLandauerunddieRaeterepublik.htm (berarbeitet)

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