Weil Utopie in unserem lieben letzten Jahrhundert in den Versuchlabors der Wissenschaften elendiglich verreckt ist, weil Utopie im anderen Lager, bei den Hippies, den After Hippies und den After After Hippies totgeschwatzt und zu tode gehätschelt wurde, wollen wir es hier kurz machen.
Ein paar Klassiker, ein paar Texte zum Thema:
- Einen schönen Überblick bringt das erste Kapitel von Rolf Schwendter: Utopie, Überlegungen zu einem zeitlosen Begriff , das ganze Buch auch als Antwort auf Engels, bzw ein Weiterdenken von ihm ...
- Friedrich Engels jedenfalls stellt seinen "utopischen" Kommunismus der aus Analyse als Wissenschaft resultiert gegen die idealisierend phantastischen Ideen von Fourier, Owen, Saint Simon : Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft
- W.W. Engelhardt zeigt hierzu eher einen pragmatischen Ansatz: Von der Utopie zur Genossenschaft
- Heinrich Lau: Zur Kulturgeschichte des 21. Jahrhunderts // Lau geht von einem "Klassenbündnis der noch-Priviligierten aus und entwirft ein Szenario staatlicher Kontrolle und Deklassierung von Randgruppen das uns uns ziemlich nahe liegt. Das Hantieren mit Utopie, meint er, war letztlich immer ein Ersatz revolutionärer Aktivitäten und diente letztendlich zur Unterstützung der konservativen und reaktionären bürgerlichen Klasse.
- Wikipedia Utopischer Sozialismus
- Hanna Behrend: Nutzen, Grenzen und heutige Orte von Gesellschaftsutopien // Behrend vergleicht einige der hier versammelten Klassiker: Morris' "News from Nowhere", Bellamy "Looking Backwards" und Charlotte Perkins Gilman "Herland". Schliesslich zeigt sie am Beispiel des Romans von Marge Piercy "Er, Sie, Es" theoretische Überlegungen von Judith Butler und Dona Haraway auf.
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