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 NOTES ON MEMORIES
 Kuratiert von Sophie Goltz

 Eröffnung: DIENSTAG, 23. November 2010, 19 Uhr

 Beteiligte Künstler_innen und Theoretiker_innen:

Archivo Caminante, John Akomfrah/David Lawson, Alexandertechnik, Julián d`Angiolillo, Cordula Daus, Balufu Bakupa-Kanyinda/Julien Enoka Ayemba, Maryam Jafri, Brigitta Kuster, Carlos Motta, Felipe Mujica, K 2 AO, Runo Lagomarsino, Principio Potosí, Wendelin van Oldenborgh, Lisl Ponger, Carlos Trillnick

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Die offiziellen Gesten der diesjährigen Feiern des „Bicentenario“ (200 Jahre Unabhängigkeit in Teilen Lateinamerikas) und von „50 Jahren Unabhängigkeit“ (in manchen Gegenden Afrikas) beiseite lassend, geht Notes on Memories von der allgemeinen Realität der Entkolonialisierungskämpfe aus: für manche stellen diese eine noch immer andauernde Vergangenheit dar, für andere die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die sich nie erfüllen wird.

Notes on Memories ist das hybride Ergebnis einer Kombination aus Archivmaterialien, Artefakten, Texten, Bildern und anderen Obsessionen sowie verschiedenen Recherchen, um einen neuen Komplex von Fragen aufzuwerfen, Fragen über die Beziehung zwischen Erinnerung und Identität, zwischen Denkmal und Gedenken, zwischen Schmerz und Imagination.

Als ein „Labyrinth“ mit mehreren voneinander verschiedenen, aber miteinander verbundenen Teilen konzipiert, kreist Notes on Memories um die Potentialität der Zukunft als Teil der Beschäftigung mit Geschichte: welche Vorstellungen der Zukunft ergeben sich aus der Beschäftigung mit der Vergangenheit und welche Bilder und Formen der Organisation kann diese Zukunft heute hervorbringen? Mit dieser Materialmontage verfolgt die Ausstellung sich überschneidende Fragen über Vermächtnis und Erbe, über das Unausgesprochene und die Gefahren der Verwandtschaft, über die Ethik der Bildproduktion.

Mit besonderem Dank an Eva Dertschei und Carlos Toledo