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Agitprop (Wikipedia verschiedene auffassungen von Agitation und Propaganda) / auch ROSTA und ROSTA FENSTER ---> dazu das Melton Prior Institut

 Agitprop Theater
  • 1919-1928 In der Sowjetunion werden zur Agitation und Aufklärung der Landbevölkerung Agitationszüge eingesetzt: In ihnen gibt es u.a. Kino, Bibliothek und Theater. Die Avantgarde der Künstler beteiligt sich an der Gestaltung der Züge und der Programmatik.
    • Eine besondere "Lokomotive der Geschichte" soll 1921 Kurs auf Warschau und Berlin nehmen und dort die revolutionären Bewegungen unterstützen. Von Malevich verfolgt, der dort einige Kunstwerke abgegeben hat, steht der Zug in Warschau und Berlin, wird aber nie geöffnet. Er explodiert 1928 auf einem polnischen Abstellgleis. Die Geschichte erzählen der Kunsthistoriker Andrzej Turowksi und die Künstlerin Anna Baumgart in ihrem gemeinsamen Projekt "Parowoz Dziejow" The Locomotive of History, 2012.
  • 1925 KJVD entdeckt den Agitprop
  • 1927 Tournee der Blauen Blusen aus Moskau löst einen Agitprop Truppen Boom in D aus
  • 1928 Hanns Eisler entwickelt Musikstücke und Theorie für die Arbeitersängerbewegung ("Kampfmusik")
  • 1928 Friedrich Wolf verfasst für den Arbeiter-Theater-Bund die "Feststellung" Kunst ist Waffe!
  • 1929 ca 300 Agitproptruppen in Deutschland: Buntheit und Sportlichkeit. Das Rote Sprachrohr ist eine der wichtigsten Gruppen. Sprachrohr der KPD mit Berufsschauspielern.
  • 1929 Kritik an den Agitproptruppen (Simplifizierung, Revueform etc.)
  • 1930 Brecht/Eislers Lehrstück "Die Maßnahme" entsteht – in Zusammenarbeit mit Arbeiterchören (als Kontrollchor) und der Arbeiterbewegung.
  • 1931-36 Federico García Lorca betreibt mit dem Theaterkollektiv La Barraca eine Wanderbühne, die einem ländlich-proletarischen Publikum Klassiker mit Brechtschen Methoden vorführt. Technische und künstlerische Aufgaben wurden von allen Mitgliedern des Kollektivs übernommen, niemand wurde für die Arbeit bezahlt. La Barraca löste sich 1936 nach der Ermordung Lorcas auf.
  • 1931 Internationales Arbeitertheatertreffen in Köln
  • 1932 Dudow/Brecht/Eisler: Kuhle Wampe oder wem gehört die Welt? -->video. Der Film arbeitet mit Kontrastmontagen in der Tradition Eisensteins und mit den V-Effekten des Epischen Theaters. Die Agitproptruppe "Das rote Sprachrohr" hat einen Auftritt
  • 1932 Friedrich Wolf gründet in Stuttgart den Spieltrupp Südwest, eine aus Laien bestehende kommunistische Agitpropgruppe.
  • 1933 Hitler verbietet die KPD und ihre Organe // 1938 Stalin verbietet die Arbeiterräte

Das rote Sprachrohr: Wie baut man eine Szene? (erschienen in: Rote Fahne, 1929. Zu lesen in: Hoffmann/Pfützner, Theater der Kollektive, Bd. 2)

  • Agitprop ist kein Schauspiel, weil die Performer ("Arbeiterspieler") ihre Meinung äußern.
  • Künstlerische Propaganda betreiben heißt: Kollektives Schreiben, d.h, alle beteiligen sich an der Materialsammlung (täglich aktuelle Nachrichten, Alltagsbeobachtungen) und an der Arbeit am Text (Reimform ist gut, Lieder sind gut). So gehen die Ereignisse sogar manchmal schneller über die Bühne als durch die Presse.
  • Alle Performer haben die Aufgabe, sich politisch zu schulen.
  • Das rote Sprachrohr gab die gleichnamige Zeitschrift heraus, mit der sie ihre Stücke und Lieder in Umlauf brachten (creative commons, würde man heute sagen).
  • Regieanweisungen waren schnell veränderbar, Stücke an Situationen und Orte anpassbar: "Wir haben absichtlich keine exakten Spielanweisungen für die einzelnen Szenen gegeben. Art und Form der Darstellung muss sich aus gemeinsamen Diskussionen der Truppe bei der Einstudierung ergeben. Die kurzen Regievermerke sollen keine Dogmen sein, sondern Vorschläge, Anregungen zu eigener, intensiverer Durcharbeitung. Wir wollen keine Schematik, keine Starrheit, sondern Lebendigkeit. Maßstab kann nur der Grad der Qualifizierung der jeweiligen Gruppe sein. Die Szenen die im Berliner Dialekt geschrieben sind, mssen unbedingt in die örtliche Mundart übertragen werden. Desgleichen ist die Erweiterung der Handlung durch bühnenmäßiges Einschalten lokaler Ereignisse erforderlich. Es ist gut, die jeweils den Szenen entsprechenden Parolen auf Transparenten auf die Bühne zu stellen." (zitiert nach Hoffmann, Deutsches Arbeitertheater 1918-1933, Bd. 2, S. 317)
  • 1932 hatte die Gruppe mehr als 50 Mitglieder und 4 Brigaden: Kinder-, Tournee-, Aktiv- und Reserve-Brigade (letztere für Schulungen und Neueinstudierung).
  • Stücke: Hallo, Kollege Jungarbeiter! (1928, Werk für 3 Sprechchöre und Einzeldarsteller; Musik und musikalische Leitung: Hanns Eisler); So oder so? Proletarische Selbstkritik (1929/30);Für die Sowjetmacht (Szenenmontage, 1930); Lied der roten Einheitsfront (1931, zu sehen in Kuhle Wampe, 1932); Massenstreik (1932).

englischsprachige Stücke, New York ca 1930er

Agitprop is not a play, because the performers (workers) are telling their opinions, based on knowledge. Making artistic propaganda means collective writing and collective gathering of news, current daily observations and working that into a text (rhyming is good, songs are good). Thus some events are faster on stage than on the news. all performers have the duty to improve their political knowledge (collectively). Das rote Sprachrohr (the red megafone) edited their own newspaper in order to propagate their songs and scripts. the direction of the pieces were flexible, they could be changed quickly. form and dramatisation were to be found by each group collectively in the process of rehearsal. no schematism no stiffness but liveliness. the pieces should be adjusted to local dialects, to local news and problems. it can be advised to have banners on stage that support the ideas of the scenes.


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