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Zulassungsarbeit Johannes Karl: das digitale Bild - ein Versuch zu ordnen


Eva Haubelt: "DER ZUKUNFT ENTGEGEN!"
-Das Haus des Lehrers in Berlin- / 2007


eva haubelt beschftigt sich mit dem haus des lehrers in berlin, mit seiner geschichte und vor allem mit den krzlich renovierten mosaiken von walter womacka.

zur recherche der verhltnisse vor ort ist eva haubelt dank eines kleinen stipendiums der Stiftung Kunstakademie Mnchen nach berlin gefahren, hat sich durch die arbeit in archiven und mithilfe von interviews den vielfltigen aspekten des gebudes genhert. aufgrund geleisteter praktika und ihrer knstlerischen arbeit im bereich mosaik bringt eva haubelt reichhaltiges wissen zu technik und geschichte des mosaik in diese zulassungsarbeit ein: haubelts berufsperspektive als kunsterzieherin lsst sie ber status des lehrers und der kunst im sozialismus reflektieren, sie betreibt kunsthistorisch fundierte bildanalyse und vergleiche mit mexikanischen mosaiken des sozialistischen realismus und byzanthinischen mosaiken, sie beschftigt sich mit der baugeschichte des hauses, der entwurfs und entstehungsgeschichte der mosaike und mit der geschichte ihrer renovierung, sie berichtet auch ber die interessante phase der zwischennutzung des gebudes nach der wende bis hin zu jetzigen neoliberalen umnutzung des ehemaligen haus des lehrers.

die zulassungsarbeit von eva haubelt ist in entwurf und durchfhrung mustergltig und exemplarisch fr eine auf recherche basierende, von knstlerischen interessen geleitete untersuchung. sie ist flssig erzhlt, intensiv recherchiert und gut illustriert. sie enthlt eine CD mit zustzlichen audio und TV materialien.

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Florian Baumgartner : "KANN UNS DIE PERVERSE PHANTASIE NOCH RETTEN?" /2007

die vorliegende arbeit setzt den titel eines essays von nancy spector in die frageform um ihn dann am ende noch einmal zu modifizieren: vor was soll uns die perverse fantasie eigentlich retten?

dazwischen fhrt uns baumgartner entlang der schlpfrigen abgrnde des 'allgegenwrtigen verstndnisdilemmas' der perversion hinab in die niederungen von dipus komplex, narzissmus und fetisch. er beleuchtet anhand der thesen freuds den sadismus und masochismus und begleitet uns dann wieder hinauf zum erhabenen der kunst, illustriert anhand des werks von mathew barney, paul mccarthy und jeff koons.

in seinem abriss der psychosexualitt folgt baumgartner der darstellung von janine chasseguet-smirgel, doch stellt er diese auf den doppelten boden der kunst, fr deren grenzberschreitendes potential die perversion immer nur eine metapher bilden kann. insofern ist die frage mit der baumgartner die arbeit beschliesst die richtige.

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Johannes Hlawon : DAS SEHENDE UND GESEHENE AUGE / 2007
Recherchen zum Auge als Symbol in der altgyptischen und christlichen Ikonologie sowie zu seiner Rolle in menschlichen Gedankennetzwerken

johannes hlawons arbeit ist kein kunstgeschichtlicher exkurs zum thema "auge", es handelt sich um eine komplexe, religis und philosophisch ausgerichtete untersuchung mit starken erkenntnistheoretischen ambitionen.

hlawon folgt der entwicklung der augensymbols im alten gypten, berblickt die augen darstellungen des christentums und fokssiert dabei auf die 'absolute sicht' und das 'unbegrenzte sehen' des mystikers nikolaus cusianus. er wendet den blick auf die 'bodilie eyes' der neuenglischen puritaner und folgt dem auge schliesslich ins 20. jahrhundert: die hygiene- und kontrollgesellschaften sind strukturelle ausformungen einer wirklichkeit die im sinne eines glasersfeld auf ihre konstruiertheit hin analysiert werden kann, wobei die beobachtung des beobachters (luhmann) eine entscheidende rolle zukommt. so kehrt der titel 'das sehende und gesehene auge' auf den autor dieser zulassungsarbeit wie auf ihren leser zurck und es ist nur folgerichtig, dass die arbeit mit der frage nach seinem eigenen betrachterstandpunkt als dem blinden fleck abschliesst.

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